Ornamente in der Musik der Bambusflöte

- von Wei-Chi Chien

die Ornamente in der Notation

Ornamente, oder quasi die "Techniken", sind in der Musik der Bambusflöte (Ditzu) sehr wichtige Elemente für musikalische Stimmung und Charme. Traditionellerweise werden die bestimmten Ornamente nur für bestimmte Musikstile genutzt. In der modernen Komposition, wenn das Stück nicht um einen traditionellen Stil geht, ist die Verwendungsregel frei. Ornamente wurde neben den Noten mit Zeichen notiert. Jedoch, wenn ein Master ein Stück spielt, spielt er die Ornamente nicht gleich wie notiert. Er behält nur die Regel im Kopf und spielt machmal frei. Die Notation der Ornamente ist nicht präzis. In der alten Notation (Kongchi-Notation oder Zeichen-Notation) wurden die Ornamente nicht notiert. Die Spieltechnik ist einfach viel komplizierter als was man notieren kann. Wie die Musiker einen Stil verstehen sowie wie sie ein Stück interpretieren, kann auch etwa unterschiedlich sein. Deswegen verwenden sie die Ornamente in einem Stück nicht immer gleich.

Die Ornamente sind häufig in vier Arten kategorisiert - Blas-, Finger-, Lippen- und Zunge-Ornamente. Es gibt viele neuen Arten von Ornamenten in der modernen Komposition, die die Musiker besonders für ein Stück ausdachten. In diesem Text werde ich die generellen Ornamente, die man für die meisten Stücke brauchen, mit ein paar Noten-Beispielen vorspielen. Sie werden auch erfahren, dass mein Spiel nicht hundertprozentig gleich wie die Noten ist.

Ornamente im Süd-Stil:
Süd-Stil der Bambusflöte verwenden sehr viele Finger-Ornamente. Alle Mater der alten Generation wie Chunling Lu oder Songting Zhao spielen mit sehr feiner und schneller Finger-Technik. Im Süd-Stil spielt man die Bambusflöte nie mit Zunge-Techniken. Das führt zu einem sehr taktvollen Stil.

Häufig wenn man eine Melodie spielt, spielt man den ersten Ton mit einem Ornament, damit die Melodie etwa verzögert anfängt. Dies Ornament heißt Dié-In (Töne-Stappel 疊音). Da man nicht mit Zungeschlag spielt, trennt man zwei gleichen Töne in der selben Melodie mit einem Fingerschlag - dem Da-In (Schlagton 打音). Ab und zu nutzt man auch Dié-In um zwei Tönne zu trennen. Die Endung einer Melodie hätte man im Süd-Stil auch lieber etwa indirekter. Man endet den letzten Ton mit einem zusätzlichen aber sehr kurzen Ton - dem Tzeng-In (geschenktem Ton 贈音). Dieser Ton ist normalerweise der Ton auf der Flöte mit allen Fingerlöchern geöffnet. Man verwendet Vibrato für einen langen Ton. Die Vibrato im Süd-Stil wird nicht gleichmäßig gespielt. Man fängt die Vibrato in einem Ton immer langsam an und erhöht das Tempo nach und nach. Die Amplitude bleibt immer klein.

Notationszeichen für Ornamente im Süd-Stil

 Dié-In (Töne-Stappel): notiert auf der Oberseite eines Tones
 
 Da-In (Schlagton): notiert auf der Linkseite eines Tones
 
 oder   Chan-In (Triller): notiert auf der Oberseite eines Tones
 
 Tzeng-In (geschenkter Ton): notiert auf der Rechtseite eines Tones
 
 Fan-In: qualsi der Oberton, notiert auf der Oberseite eines Tones
 
 Zirkusatmen
 
Beispiel
(im Bau)

Finger-Ornamente und Zunge-Ornamente im Nord-Stil:
Im Norden werden kleineren Flöten gespielt. Auf solcher Flöten spielt man Stücke mit einem schnellen Tempo und sehr starken Rhytmus. Im Vergleich zum Südstil spielt man einen langen Ton im Nordstil mit deutlicher Vibrato - schnell und mit großer Amplitude. Töne werden sehr getrennt gespielt und deshalb nutzt man sehr viele Zungeschläge. Um das Rythmus zu betonen, ergänzt man sehr wilde Finger-Ornamente für jeden Ton, wie Duo-In (Hack-Ton 剁音) oder Li-In (fallende Töne 瀝音). Man nutzt Flatterzuger-Technik sehr häufig. Musikstücke für Bambusflöte im Nord-Stil kommen häufig aus Gesang, und man spielt aus dieser Natur mit vielen Hua-In (Portamento 滑音). Die Hua-In / Poramento in Nordstil ist nomalerweise ein Terz.

Notationszeichen für Ornamente im Nord-Stil
 
Zungeschlag: kurz / sehr kurz, notiert auf der Oberseite eines Tones
 
Duo-In (Hack-Ton), notier auf der Linkseite eines Tones
 
Li-In (fallende Töne): nach unten / nach oben, häufig notiert auf der Linkseite eines Tones, machmal auf der Rechtseite oder zwischen zwei Tönen
 
 Hua-In (Portamento): nach oben / nach unten, häufig notiert auf der Linkseite eines Tones, machmal auf der Rechtseite oder zwischen zwei Tönen
 
 Fe-Zhi (fliegende Finger): wenig verwendete Technik, Finger hin und her auf die Fingerlöcher bewegen, notiert auf der Oberseite eines Tones
 
  Flatterzunge, notiert auf der Oberseite eines Tones
 
Beispiel
(im Bau)

Ornamente in anderen Stilen:
(im Bau)

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